Middleware

Praktikum im Hauptstudium / WS 2006/2007 / CS 5850.006

Angaben

Dozent
Prof. Dr. Franz J. Hauck
Betreuer
Jörg Domaschka, Hans P. Reiser, Andreas Schmied, Holger Schmidt
Termine
unverbindliche Vorbesprechung mit Themeneinteilung: Do, 19.10.2006, 9:00 s.t. im Raum O27/2202
Präsentation erster Ergebnisse: Do, 09.11.2006, 8:30 im Raum O27/2202
Zwischenpräsentation: Do, 11.01.2007, 8:00 c.t. im Raum O27/2202
Endpräsentation: Do, 08.02.2007, 8:00 c.t. im Raum O27/2202
SWS
4
Leistungspunkte
8

Themenübersicht

Thema Betreuer
PTM-1: Push-to-Multimedia Holger Schmidt
WSM-1: Web-Service-Migration Holger Schmidt
SLP-1: Xen und Replikation Hans Reiser, Jörg Domaschka
SLP-2: Transparentes TCP-Failover Hans Reiser, Jörg Domaschka
SLP-3: Zuverlässige Paketkommunikation als Linux-Modul Hans Reiser, Jörg Domaschka
J2C-1: Lade-Dienst für C++ Klassen unter Linux Hans Reiser, Jörg Domaschka

Detaillierte Beschreibung der Themen

PTM-1: Push-To-Multimedia

Im Rahmen des letzten Praktikums wurde eine Push-to-Talk Anwendung basierend auf SIP entwickelt. Push-to-Talk ermöglicht eine Sprachkommunikation ähnlich einem Walkie-Talkie. Im Rahmen dieses Praktikums soll die Anwendung u.a. um folgende Funktionalitäten erweitert werden: Instant Messaging (Push-to-Text) und Übertragung von Video (Push-to-Video).

WSM-1: Web-Service Migration

In der Abteilung wurde ein Migrationsdienst für CORBA Objekte entwickelt (Migration beschreibt das "Verschieben" eines Objektes von einem Rechner auf einen anderen). Auf diese Weise kann z.B. eine laufende Anwendung von einem Rechner auf einen anderen Rechner übertragen werden. Der entwickelte Dienst erlaubt zudem die Anpassung des Objektes an seinen Kontext: Ein datenintensives Objekt auf einem Desktop Rechner kann auf diese Weise auf einen PDA verschoben werden, da auf diesem eine leichtgewichtige Objektvariante instanziiert wird. Im Rahmen des Praktikums soll dieses Konzept auf einen Web Service übertragen werden, der von einem Rechner auf einen anderen Rechner wandert. Der Kontext soll hierbei ebenfalls mit einbezogen werden.

SLP-1: Xen und Replikation

Einrichtung eines Xen-Systems, Implementierung eines RESH-Prototyps (TCP-Forwarding an Gruppe, Voting auf Antwort-Stream)

SLP-2: Transparentes TCP-Failover

Integration aktiver Replikation in einen serverseitigen TCP-Socket, d.h. (a) die IP-Adresse kann bei Ausfällen weitergereicht werden und (b) der interne Zustand wird repliziert, so dass selbst bei Ausfällen bestehende Verbindungen aufrecht erhalten werden.

SLP-3: Implementierung zuverlässiger Paketkommunikation als Linux-Kernelmodul

Als Alternative für TCP ist ein Netzwerkmodul zu implementieren, das anders als TCP keinen Stream überträgt, sondern genau ein beliebig großes Datenpacket.

J2C-1: Lade-Dienst für C++ Klassen unter Linux

Es soll ein an den Java-ClassLoader angelehnter Dienst entwickelt werden, mit dem es möglich wird während der Laufzeit manuell beliebige Klassen zu einem System hinzuzunehmen bzw. wieder zu entfernen. Damit einhergehend müssen Abhängigkeiten zwischen Klassen aufgelöst werden können, so dass ebenfalls einfache Introspection/Reflection Mechanismen entwickelt werden müssen.