Die Abteilung Verteilte Systeme der Universität Ulm hat in den vergangenen Jahren gezeigt, daß verbindungsorientierte Netze, wie zum Beispiel ISDN, gut geeignet sind, LAN-Dienste der unteren und mittleren Geschwindigkeitsklasse zu erbringen. Es liegt also nahe, diese Technologie auch auf digitalen Funknetzen (wie zum Beispiel DECT) zu implementieren. Diese Netze sind ursprünglich für den Telefonverkehr ausgelegt und bieten deshalb ebenso wie ISDN einen relativ hohen Gesamtdurchsatz (Aggregate Throughput), der typischerweise starr in Einzelkanäle mit garantierter, aber beschränkter Bandbreite (z.B. 32 kbit/s) eingeteilt ist.
Im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen der Universität Ulm und der Siemens AG werden wir die softwaretechnischen Voraussetzungen für die Erbringung von LAN-Diensten über Mobilfunksysteme, insbesondere DECT, in zwei Stufen schaffen:
Im ersten Schritt wird die DECT-gestützte Anbindung einzelner Endgeräte an ein drahtgebundenes LAN über Punkt-zu-Punkt-Verbindungen realisiert.
Projektstatus: LAN-Emulation (Point-to-Point) ist realisiert!
Ansprechpartner: Dr. Gerhard Partsch